Auf RouteAlpin haben wir uns schon dem Gravity II MF gewidmet, nun ist es Zeit sich der EF Verion dieses Klassikers zu widmen. Das II in der Artikelbezeichnung verrät es schon, der Gaskocher den wir nun testen konnten, ist die überarbeitete Version des Klassikers der Schweden.

Die Firma Primus bietet den Gravity II in zwei Versionen aus, zum einen ist des die Multifuel Version, der Primus Gravity II MF und eine Gasversion mit der vollständigen Bezeichnung Primus Gravity II EF.

Als Laie stellt man sich sicherlich die Frage, was kann man an Kocher verändern, denn meist  hält man so einen Ausrüstungsgegenstand in den Händen, klappt die Beine auf und schraubt ihn gegebenfalls auf eine Kartusche. Es ist aber durchaus möglich, auch solchen Gegenständen ein Facelift zu unterziehen und Bestandteile des Kochers noch mal zu verbessern. Verglichen mit dem Vorgänger, dem Gravity von Primus, ist das neue Modell hinsichtlich Stabilität verbessert und die Piezozündung ist etwas weiter nach außen verlagert worden. Beides Punkte, die zu einem leichteren Handling führen.

Wird mit großen Töpfen gekocht oder man traut den hohen Türmen aus Ventilkartusche und Aufschraubkocher nicht, so wird man eher zu einem standfesten Kocher wie dem Gravity II EF tendieren. Der Gaskocher verfügt über vier ausklappbare Füße, die für eine große Grundfläche sorgen. Die ebenfalls ausklappbaren Topfträger erlauben auch den Einsatz von großen Töpfen jenseits der 1,4 l Größe.

Bei der Wahl der richtigen Gaskartusche hat man es beim Primus Gravity II EF sehr leicht, denn er verbrennt Gas aus Ventilkartuschen mit Schraubgewinde. Für Stech- und Campingaz-Kartuschen gibt es jedoch zusätzlich noch Adapter.

Das Gewicht beträgt laut Hersteller 263 g. Wer es leichter haben will, der greift zum Primus Express Spider mit 198 g, jedoch mit schwächerer Leistung.

Die Abmessungen für den Kocher betragen 140 x 120 x 40 m. Im gepackten Zustand ist dieser nicht viel kleiner, als ausgeklappt, wodurch auch hier wieder auf den kleineren Express Spider der gleichen Marke verwiesen wird.

Mit einer Leistung von 3000 W (10 500 BTU/h) ist der Kocher rein vom Wert sehr leistungsstark. Im ersten Probelauf kochte nach etwas mehr als 3 Minuten ein Liter Wasser, was nun auch dem Wert des Herstellers entspricht. Dieser gibt als Verbrauch an, dass man mit einer 230 g Kartusche 70 Minuten kochen könnte.

Fazit:

Las man all die Jahre in Foren über die Ausfälle der Piezozündung beim Vorgänger, so dürfte dies nun der Vergangenheit angehören, denn nun ist sie noch weiter vom eigentlichen Brennkörper entfernt.

Durch ein Vorwärmsystem ist es theoretisch möglich, den Primus Gravity II EasyFuel auch in niedrigen Temperaturen zu verwenden. Ich habe es selber noch nicht ausprobiert, aber im Spätherbst/Winter sind noch Touren angesetzt, wo man in den Morgenstunden auch schon Temperaturen um den Gefrierpunkt hat. Eventuell auch darunter. Man darf also gespannt sein.

Zum Lieferumfang gehört das typische Zubehör, Windschutz und Wärmereflektor aus biegsamen Alublech und ein Nylonbeutel.

Der erste Eindruck im Shop und die ersten Eindrücke im Praxiseinsatz decken sich, der Primus Gravity II EF ist der ideale Reisebegleiter in der Outdoorküche für diejenigen, die auf einem stabilen und nahezu kippsicheren Kocher kochen wollen und gleichzeitig den unkomplizierten Umgang mit Flüssiggas lieben.

3 Responses

  1. Livvyy

    RT @ZeltKocher: [#Camping]: Primus Gravity II EF Gaskocher mit Piezo auf vier Beinen…
    +1

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